Geschichte und Vorkommen

Vermutlich wurde bereits vor 4000 Jahren in den Monsungebieten Südostasiens mit der Kultivierung der Zitrone (Citrus limon „Canaliculata“) begonnen. Naturhistoriker nehmen an, dass sie vom indischen Subkontinent den Weg in das chinesische Kaiserreich fand und von dort über Handelswege nach Persien und Arabien gelangte. Zwischen dem 10. und 13. Jahrhundert verbreitete sich die Zitrone im Mittelmeerraum. Von dort nahmen sie Seefahrer mit in alle Welt. Weil ihr Saft längst als Mittel gegen Skorbut bekannt war, dürfte sie mit Columbus nach Amerika gekommen sein.
Die Zitrone liebt es weder zu kalt noch zu heiß. Um ihre zitronengelbe Farbe zu bekommen, braucht sie während der Reifezeit sogar einige kühle Nächte. Sie wird hauptsächlich in den Mittelmeerländern, im Nahen Osten, in den USA, in Lateinamerika und Südafrika angebaut.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

Der saure Zitronensaft ist besonders reich an Vitamin C und organischen Säuren, vor allem Zitronensäure. Weitere Inhaltsstoffe sind Natrium, Kalium, Calcium, Phosphor und Magnesium. Vor allem durch ihr Vitamin C, das als Antioxidans wirkt, schützen Zitronen den Körper vor freien Radikalen. Sie wirken außerdem fiebersenkend, töten Bakterien ab und regen den Appetit an. Ihre Schale enthält in der äußeren Schicht nach Limonen duftendes ätherisches Öl. Es findet Verwendung als Aromastoff und in der Kosmetik.

Allgemeine Hinweise

Zitronen wachsen an kleinen, buschigen Bäumen, die 3 bis 5 Meter hoch werden. Der Zitronenbaum kann innerhalb eines Jahres zweimal blühen und dreimal Früchte hervorbringen. Als eines der ältesten Mitglieder der Familie der Rautengewächse kann er zugleich Blüten und Früchte in verschiedenen Reifegraden tragen (bei Orangenbäumen gibt es dieses Phänomen ebenso). Die Blüten sind meist weiß.
Geerntet werden Zitronen immer erst, sobald sie eine Mindestgröße erreicht haben. Dann glänzt auch ihre Schale schön. Maximal werden die Früchte 10 cm groß und eiförmig. Ihre Schale ist mäßig dick und haftet fest am hellgelben, saftigen und sauren Fruchtfleisch. Die Früchte, die nach dem ersten Blühen wachsen und ab Dezember geerntet werden, gelten als die besten und saftigsten. Sie werden „Limoni“ genannt. Zitronensaft wird zum Herstellen von Erfrischungsgetränken, für Mixgetränke und zum Würzen von Speisen verwendet. Auch die feingeriebene Schale eignet sich zum Würzen, besonders von Süßspeisen. Wie alle Zitrusfrüchte sollten Zitronen dunkel und kühl, aber nicht kalt (also nur im Gemüsefach des Kühlschranks oder im Keller) aufbewahrt werden.