Arten, Extrakt, Synonyme

Weizengras, Weizenkleie

Geschichte und Vorkommen

Weizen sind Gräser mit Ähre und schon seit 9000 v. Chr. in Mesopotamien bekannt. Bei Weizengras handelt es sich um die grüne Getreidepflanze vor dem Einsetzen der Ährenbildung im Frühjahr. Diese einjährige Süßgrasart wird bis zu 1,50 m hoch und ist weltweit die glutenreichste und wichtigste Getreideart. Gluten ist ein Protein und kommt in den meisten Getreidearten wie z.B Weizen, Roggen, Hafer und Gerste vor. Manche Menschen reagieren sensibel auf Gluten, so dass man von einer Glutenunverträglichkeit spricht. Der Name Weizen leitet sich vom Mittelhochdeutschen ‚weize‘ ab was sich auf das aus dem Getreide gewonnen weißen Mehl bezieht. Allseits bekannt dürfte auch der Spruch „Dumm wie Brot“ sein. Versucht man die Herkunft dieses Ausspruchs halbwegs plausibel zu rekonstruieren, befinden wir uns auf Luthers Spuren. Angeblich soll aus seiner Bibelübersetzung „Ihr seid Salz der Erde“ auf weiteren Umwegen der Spruch entstanden sein. Weitaus jungfreulicher ist der Ausdruck „Weizenwampe“. Hierzu läßt sich sagen, dass generell die Menge an Kohlenhydraten entscheidend ist die wir zu uns nehmen. Eine „Wampe“ läßt sich somit nicht ausschließlich auf Weizen zurückführen.
Aus Weizen werden eine Vielzahl unterschiedlicher Produkte hergestellt. Allseits bekannt ist das Weizenmehl. Er wird aber auch z.B. zur Graupen-, Stärke-, Weizenkleie und Schrotherstellung verwendet und als Weizenstärke bezeichnet man Weizenmehl dem der Kleber entzogen wurde.
So findet der Weizen auf vielfältige Art und Weise seinen Weg in unsere Küchen.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

Der Spross aus der Familie der Süßgräser zeichnet sich durch einen sehr hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt aus. Er enthält beispielsweise fünfmal so viel Vitamin C, wie die gleiche Menge Orangen, und fünfmal mehr Magnesium als Bananen. Nicht zuletzt enthält Weizengras mit Chlorophyll noch einen weiteren gesunden Inhaltsstoff, der seinen schonend gepressten Saft bei ernährungsbewussten Menschen äußerst beliebt macht. Chlorophyll ist nicht nur für die grüne Farbe des Grases verantwortlich, sondern auch mit dem Blutfarbstoff Hämoglobin verwandt. Es hält das Blut gesund und hat eine positive Wirkung auf Herz und Nerven. Allgemein unterstützt es das Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen im Körper. Da Weizengras zu 100 % glutenfrei ist, ist es auch für Allergiker zu empfehlen.
Presst man die Weizenkeimlinge, so gewinnt man ein wertvolles Öl. Dieses naturbelassene und kaltgepresste Weizenkeimöl ist aus ernährungsphysiologischer Sicht sehr wertvoll für uns. Die Kombination aus einem hohen Vitamin-E-Gehalt in Verbindung mit Lecithin, Alpha-Linolensäure, Coenzym Q10 und weiteren Fettbegleitstoffen machen es zu einem vielseitig verwendbaren Öl. Bei Schwäche und Müdigkeitserscheinungen, Schmerzen und Entzündungen sowie Herz-Kreislauf-Problemen kann es innerlich kurmäßig angewendet werden. Zudem wirkt es hormonell ausgleichend.
Ganz besonders positiv wirkt sich das Weizenkeimöl auch auf unsere Haut aus. Es aktiviert nämlich die Mikrozirkulation und das Immunsystem der Haut nachhaltig. Somit vermag es einem frühzeitigen Alterungsprozess vorzubeugen und reifere Haut tankt durch das Öl regelrecht wieder auf. Auch bei Schwangerschaftsstreifen hat es sich bewährt.

Allgemeine Hinweise

Hat Ihre Tapete vielleicht einen Fleck? Zum Säubern eignet sich Weizenkleie. Diese auf ein Tuch auftragen und die Tapete vorsichtig abwischen.

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Viel Spass auf der Entdeckungstour!