Arten, Extrakt, Synonyme

Blüte, Beere

Geschichte und Vorkommen

Die Weißdornbeere, auch Mehlbeere genannt, wächst am dornigen, mittelgroßen Weißdornstrauch (Crataegus laevigata), der zur Familie der Rosengewächse zählt. Er wird als Hecken- und Vogelschutzgehölz, sowie als Ziergewächs genutzt. Die roten, mehligen Früchte reifen im September und werden zugleich im reifen Zustand geerntet. Heimisch ist der Weißdorn nahezu europaweit und wird auch in Amerika kultiviert. Man findet ihn üblicherweise in Hecken, lebenden Zäunen, lichtem Wald oder Gebüsch.

Inhaltsstoffe, Wirkung & Anwendung

Die Früchte eignen sich gut zur Verarbeitung zu Kompott, Marmelade, Gelee, oder Saft. Aufgrund ihres hohen Pektingehalts werden sie besonders als Beigabe zu Früchten, die eine geringe Gelierfähigkeit besitzen, verwendet. Es lässt sich auch ein Getränk daraus zubereiten, das die Blutlipide positiv beeinflusst. Pflückt man noch vor der Blüte die Blätter, um diese anschließend zu trocknen, erhält man einen wohltuenden Tee.
Der Weißdorn spielt aber auch eine große Rolle bei der Herstellung von Medikamenten gegen Kreislaufkrankheiten. Er zählt zu den anerkanntesten natürlichen Herzmitteln. Zu seinen Funktionen zählen herzstärkende, blutdrucksenkende, antioxidative und harntreibende Wirkungen. Vor allem ältere Menschen und Menschen, die chronisch unter Stress stehen, oder sich überfordert fühlen, können von seiner Wirkungsweise profitieren. Denn Weißdorn ist in der Lage vorbeugend zu wirken und somit frühzeitigen Abnutzungserscheinungen des Herzens entgegenzuwirken. Er wird daher in Kreislauf-, Herz- und Gefäßmitteln verwendet und kommt insbesondere bei Hypertonien, Insuffizienzen in höherem Alter, Koronarschäden und Mitralstenose (Herzklappenfehler) zum Einsatz. Im Falle von Herzinsuffizienzen konnte beispielsweise nachgewiesen werden, dass Weißdorn zu einer Erhöhung der Herztoleranz und zur Verbesserung der generellen Befunde beiträgt. Auch in der Homöopathie kommt der Weißdorn zur Behandlung diverser Formen von Herzschwächen zum Einsatz.
Zu den Inhaltsstoffen der Weißdornbeere zählen unter anderem Sorbit, Eiweiß, Mineralstoffe, Caroten und Vitamin C. Hinzu kommen Flavonoide (u.a. oligomere Procyanidine) und Polysaccharide. Aus medizinischer Sicht richtet sich darauf ein großes Augenmerk. Denn durch verzögernde Wirkungen ermöglichen diese einen Anstieg der koronaren Durchblutung, was eine Verbesserung der elektrokardiographischen Durchblutung zur Folge hat.

Allgemeine Hinweise

Seinen Namen hat der Weißdorn den prächtigen, weißen Blüten zu verdanken und seinen spitzen, dornigen Zweigen. Die Bezeichnung Crategus laevigata ist vermutlich auf das griechische Wort „kratos“ („hart“) zurückzuführen, das sich auf das äußerst harte Holz des Strauches bezieht.