Arten, Extrakt, Synonyme

still, kohlensäurehaltig

Beschreibung und Vorkommen

Wasser besteht aus den beiden Gasen Wasserstoff und Sauerstoff. Lässt man diese Gase miteinander reagieren (2 Teile Wasserstoff und 1 Teil Sauerstoff), kommt es, bevor das kostbarer Nass entsteht, zunächst zu einer kleinen Explosion, weil der Sauerstoff so reaktionsfreudig ist. Zum Glück muss unser Trinkwasser nicht jedes Mal mittels lautstarken Knallens hergestellt werden. Es hat seinen Ursprung in unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen und wird aus natürlichen oder künstlich erschlossenen Quellen gewonnen. Es enthält für uns Menschen wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente. Nicht nur im Mineralwasser sind sie enthalten, auch im Wasser aus dem Hahn in Küche und Bad – mal mehr, mal weniger. Nur sprudelnde Kohlensäure bietet unser Leitungswasser nicht. In natürlichem Mineralwasser, das in Flaschen abgefüllt verkauft wird, ist sie zum Teil enthalten. Dem „stillen“ Mineralwasser wird die Kohlensäure vor Abfüllung entzogen.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Mineralwasser enthalten Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphor, Eisen und Chlorid und viele weitere Spurenelemente. Jedoch sind die Mengen nicht immer gleich. Manche Sorten enthalten mehr als 500 mg Gesamtmineralien pro Liter und decken die empfohlene tägliche Zufuhr beispielsweise an Magnesium zu 20–25 Prozent. Die gleiche Menge Leitungswasser hingegen liefert zumeist nur etwa 3 Prozent des Tagesbedarfs. Bei der Mineralkonzentration gilt freilich nicht die Regel „Je mehr, desto besser“. Durch ein Zuviel an Mineralien verliert das Wasser nämliche seine Fähigkeit, Giftstoffe im Körper aufzunehmen und abzutransportieren. Auch Kohlensäure beeinflusst diese Funktion des Wassers negativ. Deshalb ist stilles dem kohlesäurehaltigen Wasser vorzuziehen. Alle chemischen Reaktionen und jeder Vorgang im Körper sind vom Wasser abhängig. Es ist Transport- und Lösungsmittel, hält die Körpertemperatur konstant und gehört neben Eiweiß und Mineralien zu den wichtigsten Baustoffen in unserem Körper. Deshalb müssen wir unseren Organismus gut mit dem wertvollen Nass versorgen – etwa 2 Liter sollte ein Erwachsener täglich trinken. Wassermangel lässt uns nicht nur alt aussehen. Schlimmer noch: Der Körper trocknet förmlich aus, unsere Zellen sterben ab, und es kann zu Erkrankungen der Nieren kommen.

Allgemeine Hinweise

Im Allgemeinen ist unser Trinkwasser aus der Leitung einwandfrei. Die Belastung durch Schwermetalle ist, wenn überhaupt, meist nur gering. Vor allem in alten Häusern, die noch mit Bleirohren ausgestattet sind, können solche Verunreinigungen auftreten. Falls ein begründeter Verdacht entsteht, schafft eine chemische Analyse Klarheit. Leitungswasser, das lange in der Leitung gestanden hat, z.B. während längerer Abwesenheit oder während der Nacht, sollte man auf jeden Fall vor dem Abfüllen zum Trinken oder Kochen erst einmal etwas länger ablaufen lassen.