Geschichte und Vorkommen

Bis zu 30 m hoch und an die 300 Jahre alt kann so ein Walnussbaum werden. Dieser sommergrüne Laubbaum ist sehr lichtbedürftig und braucht viel Platz für sich alleine und bevorzugt ein mildes Klima. Das starke Duften seiner Blätter ist auf die scharfen Gerbstoffe zurückzuführen und soll Mücken und Fliegen fernhalten.
Ursprünglich stammt die Walnuss, die von den Botanikern zu den Steinfrüchten gezählt wird, aus Persien. Von dort breitete sie sich über Handelswege nach Zentralasien, China, Griechenland bis ins römische Reich aus. Im 8. Jahrhundert brachten Gallier die Walnuss mit nach Deutschland. So erklärt sich auch der Name, denn er entwickelte sich aus Welschnuss und Welschen wurden damals die Gallier genannt.
Der Baum und vor allem seine Früchte wurden seit je her mit Königswürde und Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht. Ein beliebter Hochzeitsbrauch war es, der frisch vermählten Braut Walnüsse zum Essen zu geben, da die Nuss für einen reichen Kindersegen stand.
Die Nuss ist es nun auch, der besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird und die Verwendung in der Küche und als Heilmittel findet. Sie besteht aus drei Teilen. Der grünen äußeren Schale, der inneren harten und holzigen Schale und dem Kern. Dieser ist noch von einem bitter schmeckenden Häutchen ummantelt. Erntezeit ist im Herbst und sofort im Anschluss müssen die Früchte gut getrocknet werden, um Schimmel zu vermeiden. So werden sie bis zu 12 Monate haltbar.
Ihren milden, nussartigen und leicht süßlichen Geschmack wissen viele zu schätzen und setzten die Nuss in vielerlei Hinsicht ein. Zu Salat, Pasta, Fisch und Fleisch und in Soßen, um hier nur einige Beispiele zu nennen. Eine andere Variante ist die Verwendung von Walnussöl. Es passt hervorragend zu Wurzelgemüse und Salaten. Ob Nuss oder Öl, in beiden Fällen gilt es zu bedenken, dass beim Erhitzen wertvolle Vitamine verloren gehen.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

Nun weist die Walnuss eine verblüffende Ähnlichkeit mit unserem menschlichen Gehirn auf. Die Signaturenlehre geht davon aus, dass Pflanzen durch ihre Form und Farbe anzeigen, für welche Krankheiten wir sie nutzen können und für welche Körperteile und Bereiche sie besonders wirksam sind. So verwundert es kaum, das ihre Wirkstoffe unsere Leistungsfähigkeit aktivieren, unsere Kreativität und unsere Konzentrationsfähigkeit fördern und Gehirnfunktionen unterstützen.
Entscheidend hierfür ist das pflanzliche Eiweiß, die ungesättigten Fettsäuren wie z.B. Omega-3-Fettsäuren und Linolsäure, Vitamine wie das A, C und E und der B-Komplex und Mineralstoffe wie Calcium, Zink, Eisen und Magnesium.
Eine durchgeführte Studie von Dr. Neil Shay an der Oregon State University ergab, dass sich Walnüsse, kombiniert man sie mit anderen wertvollen pflanzlichen Lebensmitteln wie Kirschen, Himbeeren oder Grünem Tee, positiv auf unseren Stoffwechsel, Cholesterinspiegel und Entzündungsreaktionen auswirken.
Ein Forschungsteam der Marshall University veröffentlichte im Jahr 2008 einen Artikel in der Fachzeitschrift ‚Nutrition and Cancer‘, wo sich herausgestellt haben soll, dass ein täglicher Verzehr von circa 50g Walnüssen das Brustkrebsrisiko minimieren kann. Hierfür soll das biochemische Zusammenspiel von gesunden Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien und Vitamin E verantwortlich sein.
Neben der Nuss finden aber auch die Blätter des Walnussbaumes Verwendung. Getrocknet können sie in Form von Bädern oder Umschlägen verwendet werden. Ihre Gerbstoffe helfen äußerlich angewendet bei leichten Hautentzündungen, Ekzemen und Akne.

Allgemeine Hinweise

Wußten Sie, dass Walnüsse bei Kratzern in dunklem Holz Abhilfe schaffen können?
Einfach die Stellen einreiben und anschließend polieren.
Und frische Walnussblätter halten im Kleiderschrank die Motten fern. Sogar ganz geruchsneutral.