Geschichte und Vorkommen

Der Schnittlauch. Wahrlich ein Klassiker unter den Küchenkräutern! Wie sein Name bereits vermuten lässt, gehört er zur Gattung der Lauchgewächse (Allium) und zählt sowohl die Zwiebel als auch den Knoblauch zu seinen Verwandten. Seine ursprüngliche Heimat soll sich in Sibirien befinden. Heute ist die mehrjährige Pflanze überall dort vorzufinden, wo ein gemäßigtes Klima herrscht. Zwischen 10 und 50 cm wächst der Schnittlauch, gerne im Halbschatten, in die Höhe und wird Ende Mai bis Mitte August von einer meist violetten Blüte geziert. Er eignet sich auch als dankbare Topfpflanze. Auch hier gilt, weniger Sonne und mehr Schatten.
In der Küche begegnet man ihm kulinarisch betrachtet zumeist dort, wo das Aroma der Zwiebel zu scharf wäre. Er sollte stets geschnitten werden und nie gehackt, gemahlen oder getrocknet verwendet werden. Da er beim Kochen schnell sein Aroma verliert und die enthaltenen Vitamine und ätherischen Öle zerstört werden, wird er bevorzugt frisch zu diversen Speisen serviert. Z.B. auf dem Butterbrot mit frischen Radieschen, zu Ei, zur Verfeinerung von Suppen und Salaten oder zum Würzen von Fisch und Fleisch.
Anders als Knoblauch und Zwiebel, wird Schnittlauch kaum für medizinische Zwecke genutzt. Gesund ist er aber allemal.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

In der Naturheilkunde wird er vor allem aufgrund seiner Kombination von Eisen und Vitamin C geschätzt. Seine Heilwirkung entfaltet der Schnittlauch am besten roh. Dann nehmen wir seine Wirkstoffe über das Essen auf, die sonst beim Kochen durch die Hitze zerstört werden können.
Man sagt gegen Frühjahrsmüdigkeit ist er eine wahre Wunderwaffe. Dafür einfach eine Scheibe Brot mit etwas Butter und fingerdick frischem Schnittlauch bestreuen.
Er enthält reichlich Vitamin A und C, ätherische Öle (Lauchöle) und einige heilsame Schleimstoffe.
Er wirkt sich positiv auf die Verdauung aus, regt den Appetit sowie den Harntrieb an, löst den Schleim beim Husten und reinigt das Blut.

Allgemeine Hinweise

Schnittlauch vermag auch, den Garten gesünder zu halten. Ihm wird eine schädlingsabwehrende Wirkung zugeschrieben und somit gerne neben andere Nutz- und Zierpflanzen gepflanzt.