Geschichte und Vorkommen

Quinoa wächst in Höhen von bis zu 4.500 Metern. Ein Ort, an dem kein anderes Getreide gedeihen würde. Quinoa zählt zu den Fuchsschwanzgewächsen und ist botanisch gesehen auch kein Gras, wie Weizen und Hafer, sondern eher mit Spinat verwandt. Da man sie aber ähnlich wie Getreide verwendet, wird sie häufig als „Pseudogetreide“ bezeichnet. Die Heimat der Qunioa liegt in den Anden Perus, worauf auch die verbreiteten Bezeichnungen „Inkakorn“ oder „Inkaweizen“ zurückzuführen sind. Dort wird sie seit über 5000 Jahren von den Bergvölkern der Anden als Hauptnahrungsmittel genutzt. Die Inkas und Azteken schrieben der Körnerfrucht besondere Kräfte zu. Dies veranlasste die spanischen Eroberer den Anbau des Getreides unter Androhung der Todesstrafe zu verbieten. Momentan laufen erste europäische Anbauversuche in der Schweiz. Quinoa hat spinatähnliche, dreieckige, grüne Blätter und kleine gelbe, orangene, braune oder schwarze Samen. Während die Blätter angenehm mild schmecken, besitzt das Korn einen leicht bitteren Geschmack.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

Quinoa enthält 18% hochwertiges Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate. Außerdem kann sie Mineralstoffe wie Calcium, Eisen, Magnesium und Zink zu ihren Inhaltsstoffen zählen.

Die frischen Quinoa-Blätter werden als Gemüse, in Salat, Suppen und Maisgerichten verwendet. Das ungemahlene Korn verarbeitet man zu Süßspeisen, Suppen und Brei. Für Letzteren wird dabei ein Teil Körner mit zwei Teilen Wasser aufgekocht und 15 Minuten bei geschlossenem Deckel gegart. Das gemahlene Korn wird zur Herstellung von Mehl für Brot und Backwaren verarbeitet. Der Anteil des Quinoamehls darf aufgrund des enthaltenen, giftigen Inhaltsstoffes Sapnonin 10 % jedoch nicht übersteigen. Manchmal gibt es sie auch in gepuffter Form zu kaufen.

Während die nährstoffhemmenden Substanzen und natürlichen Schadstoffe der Quinoa bei Babys zu Problemen mit der Verdauung führen können, stellt die Körnerfrucht jedoch keinerlei Gefahr für Erwachsene dar. Quinoa gilt als natürlicher Vitamin-B-Lieferant und wirkt antioxidativ. Außerdem unterstützt es die Nervenfunktion.

Allgemeine Hinweise

Vor der Zubereitung der Körner sollte man diese gründlich in Wasser einweichen, damit sich das giftige Saponin zum größten Teil im Wasser löst. Weil das Klebereiweiß (Gluten) nicht im Quinoa vorkommt, eignet sie sich optimal als Getreideersatz für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit.