Beschreibung und Vorkommen

Peptide (griech. „peptós“ = gekocht) sind den Eiweißen sehr ähnlich. Sie bestehen wie Eiweiße aus Molekülen, die sich aus Aminosäurebausteinen (ASB) zusammensetzen. Die Oligopeptide (oligo = wenig) setzen sich aus 2–9 ASB zusammen. Wenn 10–100 ASB als Kette aneinander hängen, spricht man von Polypeptiden (poly = viel). Ketten von mehr als 100 ASB sind Eiweiße oder Proteine. Pflanzliche Oligopeptide stammen, wie der Name sagt, aus pflanzlichen Nahrungsquellen. Sie kommen zum Beispiel in Getreide, Soja und Hülsenfrüchten vor. Es gibt aber auch tierische Oligopeptide – zu finden in Eiern, Molkereiprodukten, Fleisch und Fisch.
Insgesamt sind heute über 200 Aminosäuren bekannt, 22 davon kann der menschliche Körper verwerten. Er kann sie jedoch nicht alle selbst herstellen. 11 von ihnen müssen mit der Nahrung zugeführt werden. Diese Aminosäuren werden als „essenziell“ bezeichnet.

Wirkung und Anwendung

Eiweiße, egal ob Proteine, Polypeptide oder auch Oligopeptide gehören zu den wichtigsten Grundbausteinen aller tierischen und pflanzlichen Zellen. Ohne sie wäre kein Leben möglich, da nur Eiweiße Zellen aufbauen und Gewebe reparieren können. Vor allem Oligopeptide sind ausgesprochen wichtig. Sie dienen dem Aufbau und der Reparatur von Zellen, sind Bestandteile von Enzymen, die bei Entgiftungs-, Transport- und Stoffwechselprozessen eine Rolle spielen, manche setzen auch Hormone frei. Weil Oligopeptide aus nur wenigen Aminosäuren bestehen, sind sie in wenigen „Schritten“ aufzuspalten und können schnell Bausteine für spezielle Aufgaben liefern. Bei längerkettigen, komplexeren Eiweißen dauert das sehr viel länger.

Allgemeine Hinweise

Für eine gesunde Ernährung ist eine Versorgung mit allen Eiweißarten, also unterschiedlichen Proteinen, Polypeptiden und Oligopeptiden, nötig. Denn durch die Kombination können sich die Eiweißstoffe verschiedener Nahrungsmittel, pflanzlicher und tierischer, gegenseitig ergänzen und aufwerten.