Beschreibung, Geschichte und Vorkommen

Der alte Name Vitamin B5 verrät, dass die Pantothensäure zu den wasserlöslichen B-Vitaminen gehört. „Pantothen“ kommt aus dem Griechischen („pantos“ = überall) und beschreibt sehr schön, dass dieses Vitamin in nahezu allen Lebensmitteln vorkommt. Besonders reich daran sind Hefe, Innereien, Fleisch, Fisch, Milch und Vollkorngetreide. Pantothensäure ist eine hellgelbe, zähflüssige, ölige Substanz, die hitzeempfindlich ist. Beim Kochen können bis zu 50 Prozent des Vitamins verloren gehen. 1933 wurde das Vitamin in den USA das erste Mal aus Hefe isoliert. Sechs Jahre später entschlüsselte der amerikanische Wissenschaftler Harris seine chemische Struktur.

Wirkung und Anwendung

Aus Pantothensäure entsteht in den Körperzellen das Coenzym A, ein Molekül, das zentrale Bedeutung für den gesamten Stoffwechsel hat. Dieses Coenzym wird unter anderem für den Auf- und Abbau von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten benötigt sowie für die Energiegewinnung innerhalb der Zelle. Unerlässlich ist Coenzym A für die Produktion von Geschlechtshormonen. Pantothensäure ist ebenfalls an der Blutbildung sowie an der Bildung von Antikörpern zur Abwehr von Krankheiten beteiligt. Sie hält die Schleimhäute gesund, lässt die Haare wachsen und hilft auch bei psychischen Störungen. Bei Hauterkrankungen kommt das Vitamin als Inhaltsstoff von Hautcremes zum Einsatz. Der Bedarf unseres Körpers an Pantothensäure ist nicht genau bekannt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hält die tägliche Zufuhr von 6 Milligramm Pantothensäure für Erwachsene für ausreichend. Diese Menge ist beispielsweise in 300 g Vollkornbrot, 500 g Wassermelone oder 100 g Hering enthalten. Ein Mangel an diesem B-Vitamin tritt nur sehr selten auf.

Allgemeine Hinweise

Von zu hohen Dosen des Vitamins droht keine Gefahr. Überschüssige Pantothensäure wird mit dem Harn einfach ausgeschieden.