Beschreibung, Geschichte und Vorkommen

Omega-3-Fettsäuren gehören zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Wie alle Fettsäuren sind sie ein Bestandteil von Fett. Unser Körper benötigt diese Fettsäuren, kann sie aber nicht selbst herstellen. Wir müssen sie also mit der Nahrung zu uns nehmen – daher nennt man sie auch essenzielle Fettsäuren. Gute Quellen sind Pflanzenöle und fetter Seefisch. Als Forscher in den 50er Jahren die Essgewohnheiten der Eskimos in Grönland untersuchten, waren sie sehr verwundert über die wenigen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die guten Blutwerte dieser Menschen, obwohl sie traditionell viel fetten Fisch zu sich nahmen und nur wenig Obst und Gemüse. Dies war die erste Erkenntnis, dass Fett sich nicht nur schlecht auf die Gesundheit auswirkt und dick macht, sondern bestimmte Fette offenbar den Körper vor Krankheiten schützen. Die Unterscheidung in gute und schlechte Fette ließ aber noch auf sich warten. Erst in den 90-er Jahren des 20. Jahrhunderts avancierte die „Omega-3“ zum Star der Fettsäuren. Mittlerweile ist bewiesen, dass sie die Gesundheit fördert. In Leinsamen, Soja und Nüssen ist sie enthalten und in Fischen, die in kaltem Meerwasser leben und sich von bestimmten Algen und Farnen ernähren. Auch in diesen „Meergemüsen“ ist diese Fettsäure vorhanden.

Wirkung und Anwendung

Omega-3-Fettsäuren senken den Cholesterinspiegel und beugen so Arterienverkalkung vor. Demzufolge bieten sie einen Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, und Patienten, die darunter leiden, helfen sie bei der Genesung. Sie sind wichtig für die Entwicklung des Gehirns, der Nervenzellen und der Netzhaut des Auges. Auch unserer Haut tun die mehrfach ungesättigten Fettsäuren gut. Sie bleibt elastischer und geschmeidiger. Auch äußerlich zugeführt dienen sie diesem Zweck – sie sind Bestandteil verschiedener Hautcremes. Die Versorgung mit den guten Fetten ist auf verschiedene Arten möglich: Mehrmals pro Woche Fisch auf den Speiseplan setzen ist die eine, ein paar Nüsse täglich ist die andere. Eine Studie Bostoner Wissenschaftler besagt zum Beispiel, dass durch zweimaligen Verzehr von Nüssen in der Woche das Infarktrisiko um 47 Prozent gesenkt werden kann.

Allgemeine Hinweise

Als Alternative zu Pflanzenölen, Fisch und Nüssen bieten sich Fischölkapseln an. Sie sind hochkonzentriert und reich an Omega-3-Fettsäuren. Fleisch und Wurst mit Fetten, die gesättigte, also nicht so wertvolle Fettsäuren enthalten, müssen nicht völlig aus der Ernährung verbannt werden. Gefragt ist vielmehr ein ausgeglichener Speiseplan, denn auch hier macht die Dosis das Gift.