Geschichte und Vorkommen

Weil der Nonistrauch (Morinda citrifolia) ursprünglich aus Indien stammt, wird die Nonifrucht auch als „indische Maulbeere“ bezeichnet. Heute wächst er jedoch vor allem am Rande der Regenwälder auf den französisch-polynesischen Südseeinseln. Indische Siedler brachten sie vor etwa 2000 Jahren dorthin. Sie kannten bereits die große Heilkraft der Pflanze und kultivierten sie in ihrer neuen Heimat. Der Noni-Saft galt damals für sie als ein Allheilmittel für nahezu jede Krankheit. Medizinmänner verabreichten ihn auch bei Schmerzen und seelischen Problemen. Dementsprechend trug die Frucht Beinamen wie „Frucht der Götter“ oder „Schmerzkiller-Frucht“. Neben dem Nonistrauch gibt es noch weitere Arten von Morinden-Gewächsen, die in der ganzen Welt vorkommen. Ihre Früchte haben ähnliche Inhaltsstoffe wie die Noni. Sie sind aber sehr viel schlechter erforscht.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

Vom Provitamin A bis Vitamin E, kein Vitamin fehlt in der Superfrucht. Nicht anders sieht es bei den Mineralstoffen und Spurenelementen aus. Ob Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium oder Eisen, ob Chrom, Kupfer, Mangan, Selen oder Zink, alles ist vorhanden. Wir haben es mit einer regelrechten Vitalstoffbombe zu tun, die außerdem noch sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide und vor allem Unmengen an Enzymen bietet. Davon besitzt die Noni-Frucht 80mal soviel wie die Ananas.
Fundierte, in angesehen Magazinen publizierte und von unabhängigen Wissenschaftlern begleitete Studien haben ergeben, dass nicht wie erwartet die Enzyme, sondern die Polysaccharide die Wirksubstanzen im Noni-Saft sind. Diese machen ca. 59% der Frucht aus. Polysaccharide sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die sich in den Zellwänden der Pflanze befinden. Sie tragen zur Verbesserung und Unterstützung des Immunsystems bei. Neben diesen Polysacchariden sorgen Aminosäuren, Fettsäuren, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente für Erfolgsmeldungen bei Energiearmut und Müdigkeit.

Allgemeine Hinweise

Die wilde Nonipflanze gibt es schon seit Jahrtausenden. Sie wird 6–8 m groß, hat immergrüne Blätter und trägt das ganze Jahr über Früchte. Die großen, halb durchsichtigen Nonifrüchte sind fleischig und haben eine länglich-ovale Form. Sie reifen 8 Monate heran und verströmen dann einen unangenehmen, leicht fauligen und ranzigen Geruch. Vom Geschmack her sind sie eher beißend und unangenehm. Geerntet werden daher die noch unreifen Früchten und werden dann zu Saft verarbeitet. Das ist der Grund, weshalb die Noni vorwiegend als Fruchtsaftzubereitung in den Handel kommt.