Beschreibung, Geschichte und Vorkommen

Der Mangobaum (Mangifera indica) kann bis zu 25 Meter hoch werden und trägt zweimal im Jahr Früchte. Er wurde vor 6000 Jahren im indoburmesischen Raum an den Ufern des Ganges kultiviert. Die Verbreitung erfolgte ab 1400 durch portugiesische und spanische Seefahrer. Heute gilt die Mango als „Königin der Tropenfrüchte“, weil sie die wichtigste tropische Obstpflanze ist. Sie zählt zu den Terebinthengewächsen (Anarcadiaceae) und wird in Ägypten, Australien, Brasilien, Costa Rica, Florida, Indien, Israel, Java, Kenia, Mexiko, Pakistan, Südafrika, Süd- und Südostasien, Venezuela und in der Karibik angebaut. Aufgrund ihrer hohen Druckempfindlichkeit werden Mangos hauptsächlich mit dem Flugzeug transportiert. Daher stammt auch der Begriff „Flugmango“. Gelegentlich finden aber grüne und unreife Mangos ihren Weg auch mit dem Schiff zu uns.
Die Mango besitzt ein nierenförmiges Aussehen, ist bis zu zwei Kilo schwer und hat einen ungenießbaren, schwer löslichen Kern. Ihr gelbes oder orangefarbenes Fruchtfleisch ist sehr saftig und riecht sehr intensiv. Die wichtigsten Sorten sind die indische „Alphonso“, die südafrikanische „Zill“ oder die philippinische „Carabao“. Schätzungen zufolge existieren über 1000 verschiedene Sorten. Sie unterscheiden sich nicht nur in Form, Farbe, Größe und Geschmack, sondern auch in ihrem Fruchtfleisch, das faserreich, -arm, oder sogar faserlos sein kann.

Wirkung und Anwendung

Mangos enthalten Biotin, 10mg Calcium pro 100g Fruchtfleisch, Eisen, Folsäure und Stärke. Hinzu kommen Jod, Kalium, Magnesium, Phosphor und das Provitamin A. Sie gelten sogar als eine der stärksten Vitamin-A-Quellen unter allen Früchten und besitzen den höchsten Selenanteil. Zusätzlich sind auch die Vitamine B 1, B 6, E, sowie 30mg Vitamin C pro 100g enthalten.
Einerseits eignet sich die Mango mit ihrem unvergleichlichem Aroma gut zum Rohverzehr. Über 99% der Früchte werden daher frisch verzehrt. Man verwendet sie auch zur Zubereitung von Milchshakes, Marmelade, Bowle, Eis, Saft oder als Kuchen-Belag. Ebenso verfeinert sie als Beilage salzige Gerichte wie Käse, Vorspeisen mit Schinken oder Lachs, oder sie wird leicht angedünstet zu Fisch- und Fleischgerichten gereicht. Zum Verzehr gemeinsam mit anderen Früchten, zum Beispiel in einem Obstsalat, eignet sie sich aufgrund ihres intensiven Geschmacks weniger. Konserviert findet man die Mango entsteint in Scheiben oder Stücken, oder verarbeitet zu Püree, Konfitüre, Sorbet, Speiseeis, Nektar und Mango-Flocken vor.
In manchen Regionen, zum Beispiel in Java und auf den Philippinen, werden auch die jungen, zarten Mango-Blätter zu Gemüse verarbeitet.
Mango-Genuss hat auch aus volksmedizinischer Bedeutung Vorteile. Er wirkt verdauungsfördernd, erfrischend, stimmungsaufhellend, abführend und beugt Infektionen und Erkältungen vor. Mangos revitalisieren außerdem die Haut und die Knochen, beruhigen den Kreislauf, bringen Nervenbotenstoffe auf Trab und lindern Stress. Um Magendrücken zu vermeiden, sollte nach dem Verzehr jedoch zwei Stunden kein Wasser, Milch oder Alkohol getrunken werden.
Doch Mangos sind nicht nur wegen ihres guten Geschmacks, sondern auch wegen ihres hohen Nährstoffgehalts äußerst wertvoll. In Form von Mango-Pulver wird sich diese Eigenschaft neuerdings zu Nutze gemacht. Wie wissenschaftlich bestätigt wurde, ist dieses Nahrungsergänzungsmittel in der Lage die Kalorienzufuhr einzuschränken, was sich vor allem auch positiv auf den Alterungsprozess auswirkt. Zusätzlich aktiviert es das Enzym SIRT 1, den Hauptsensor der Nahrungsaufnahme und reguliert Stoffwechselprozesse. Dadurch werden die Energiehomöostase und der Zellschutz gefördert. Durch fettbindende Eigenschaften handelt es sich um eine optimale Unterstützung während einer Diät, indem die Aufnahme von Fett und Kalorien gehemmt wird.

Allgemeine Hinweise

Sofern sie nicht schon überreif sind, lassen sich Mangos bei Zimmertemperatur problemlos bis zu einer Woche aufbewahren. Ob eine Mango reif ist, lässt sich leicht feststellen. Ihre Schale weist dann braun-schwarze Flecken auf, gibt auf leichten Daumendruck nach und verströmt einen intensiven Duft. Dann sollte sie baldigst verzehrt werden und nicht im Kühlschrank, sondern besser in einem geschlossenen Behälter in einem nicht zu kühlen Raum gelagert werden. Das Aromaprofil ändert sich während der Reifung deutlich.