Geschichte und Vorkommen

Die chinesische Haselnuss, besser bekannt als Litschi, ist pflaumengroß, 15 bis 30 Gramm schwer und botanisch gesehen eine Nuss. Sie zählt zu den Seifenbaumgewächsen (Sapindaceae) und hat je nach Reifegrad ein recht süßes Aroma. Es handelt sich um kieferzapfenähnliche Früchte, mit einer schuppigen, tiefrosa Schale, die sich bei Überreife braun färbt. Sie wachsen in Rispen an bis zu zwölf Meter hohen Bäumen und werden vor allem in China, aber auch in Südafrika, Neuseeland, Brasilien, Honduras, Japan oder Australien angebaut. Ursprünglich beheimatet ist die Litschi in Südchina, wo sie bereits seit 2000 Jahren gezüchtet wird.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

Zu den Hauptinhaltsstoffen der Litschi zählen Calcium, Kalium, Magnesium, Provitamin A, sowie viel Vitamin B1 und B2. Besonders bemerkenswert sind sowohl der Zucker-, als auch der Vitamin-C-Gehalt der Litschi. Letzterer beträgt pro 100g Fruchtfleisch circa 50mg. Ferner ist sie reich an Fruchtstoffen, Tanninen, Flavonoiden und Anthocyanidinen. Daraus ergibt sich unter anderem ein antioxidativer Nutzen. Durch ihre feuchtigkeitsbindende Eigenschaft wirken Litschis zusätzlich auch hautunterstützend. Das Augenmerk liegt dabei auf der wertvollen Eigenschaft des aus den Samen gewonnenen Öls, auf dem auch das größte wissenschaftliche Interesse beruht. Dieser Litschisamen-Extrakt kann dem Kollagen abbauendem Enzym Kollagenase, dem Hyluronsäure-Abbau und somit dem Alterungsprozess, entgegenwirken. Diese Fähigkeiten bewirken eine Verlangsamung der Faltenbildung und sorgen dafür, die Glätte und Elastizität der Haut zu erhalten. In der Kosmetik spielt die Litschi daher eine immer größere Rolle, da die reichhaltige Essenz aus der Litschi-Frucht als besonders hautpflegend gilt. Meist ist sie dabei Bestandteil von Cremes. In Japan wurde hierfür speziell ein Extrakt aus der Litchi entwickelt, der als „cosmoceutical“, als natürlicher Inhaltsstoff mit kosmetischer Wirkung, dienen soll. Besonders in der chinesischen Medizin findet die Litschi vielfach ihre Verwendung. Dabei wird sie unter anderem als Schmerzmittel, zur Behandlung von Magen- und Lumbagoschmerzen, gegen Geschwüre und bei typischen weiblichen Beschwerden angewandt. Zum Verzehr dient die rote Frucht nach Entfernen der Schale sowohl roh, als auch getrocknet. Der Kern der Litschi ist jedoch ungenießbar. Am besten schmeckt sie, wenn sie frisch verzehrt wird, da sie dann saftig und süß-säuerlich aromatisch schmeckt. Sie kann Obstsalaten, Kompotten, Eis, Süßspeisen und alkoholischen Getränken beigefügt werden, aber auch als Beilage zu Fisch-, Fleisch- und Reisgerichten dienen. Dabei sollte man sie allerdings nie kochen, sondern nur erhitzen, da sie sonst zäh wird. Einmal geerntet reift sie nicht mehr nach und sollte im Kühlschrank maximal eine Woche gelagert werden.

Allgemeine Hinweise

Chinesische Schriftsteller erwähnten die Litschi bereits im dritten Jahrhundert v. Chr.. Im alten China wurde die Frucht als Währung für die anfallenden Steuern genutzt. Sie ist in China auch heute noch eine bedeutende Delikatesse und gilt als die Feinste aller Früchte. Dort trägt die Litschi auch die Kosenamen „Liebesfrucht“ und „Spenderin der Lebensfreude“.