Geschichte und Vorkommen

Hinter dem Namen Kresse verstecken sich verschiedene Pflanzen, die sich jedoch alle als Kräuter oder Salatpflanzen einordnen lassen. Gartenkresse (Lepidium sativum, linkes Bild) und Brunnenkresse (Nasturtium officinale, rechtes Bild) sind botanisch miteinander verwandt – beide sind Kreuzblütler – und in der Küche sehr beliebt. Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus, mittleres Bild) schmückt eher Gärten und Balkons. Erfrischend scharf schmecken alle drei. Wahrscheinlich stammt die Gartenkresse aus West- oder Zentralasien, denn auch heute wächst sie dort noch wild. Kultivieren lässt sie sich fast überall, da sie sehr anspruchslos ist. Anders die rundblättrige Brunnenkresse: Wild wächst sie an Quellen und langsam fließenden Bächen mit frischem, klarem Wasser und kultiviert braucht sie ähnliche Bedingungen. Aus Peru stammt die Kapuzinerkresse. Sie fällt durch große Blätter und gelb-orange, ebenso große Blüten auf, die auch essbar sind. Mit den beiden anderen Kressearten ist sie nicht verwandt, kann aber in der Salatküche ähnlich verwendet werden. Wie es zu dem Namen Kresse kam, ist nicht eindeutig nachzuweisen. Er könnte auf ein bei den Griechen bekanntes scharf schmeckendes Kraut persischen Ursprungs zurückgehen.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

Wie die Kreuzblütler Senf und Rauke enthalten auch die verschiedenen Kressearten Isothiocyanate. Diese Stoffe tragen nicht nur zu dem würzig-scharfen Geschmack bei, sie haben auch eine antibiotische Wirkung. Da sie sich ziemlich schnell verflüchtigen und weder Hitze noch Nässe lange aushalten, sollte Kresse immer frisch und schnell verwendet werden. Außerdem enthält Kresse viel Vitamin C, dazu B-Vitamine, Betakarotin, Schwefel, Eisen und Jod. Sie hilft, den Stoffwechsel im Körper anzukurbeln, vertreibt Frühjahrsmüdigkeit und soll die Produktion roter Blutkörperchen anregen.

Allgemeine Hinweise

Alle Kressearten eignen sich als Gewürzkraut für Salate. Sie schmecken in Brotaufstrichen, Eierspeisen, Saucen und Suppen. Um das Aroma in warmen Gerichten zu bewahren, sollte man Kresse erst kurz vor dem Servieren dazugeben.