Kohlrabi

Kohlrabi

Wer hätte das gedacht, der Kohlrabi, trotz der Tatsache, dass er sich vor gut 400 Jahren von Italien aus über Europa verteilt hat, ist ein recht ‚deutsches‘ Gemüse bzw. Kohl.⁣

Vornehmliche Anbaugebiete für den Kohl sind Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien und Spanien. Sein Geschmack ist süßlich, nussig und wenig kohlig. Somit kommt er vielseitig zum Einsatz. Roh, gedämpft oder gedünstet als Salat, Gemüse, Auflauf, Eintopf, überbacken oder als Füllung – zu alledem sagt er nicht nein. Auch seine Blätter können z.B. zu Gemüse, ähnlich wie Spinat, verarbeitet werden. ⁣Je nach Sorte ist seine Form rund oder oval und die Farbe der Schale entweder grünlich-weiß oder blauviolett. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die bläuliche Sorte langsamer wächst und die weißlichen hingegen etwas länger zart bleiben. Im Freilandanbau wird ab Mitte Mai bis Ende Oktober geerntet und frisch an die Märkte ausgeliefert. Beim Kauf darauf achten, dass die Knollen keine Risse haben und allgemein nicht zu dick sind, da sie in diesem Fall oft holzig schmecken. Ist der Kohlrabi frisch und wurden die Blätter entfernt, läßt er sich kühl und feucht bis zu einer Woche lagern.

Kohlrabi, wie viele andere Kohlsorten auch, hat einen hohen Vitamin C Gehalt. Schon 100 – 150 g decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen ab. Unter unseren Gemüsen gehören die Blätter des Kohlrabi, im Gegensatz zur Knolle, zu den stärksten Carotinträgern überhaupt.⁣

Tipp: Kohlrabi und Obst getrennt voneinander aufbewahren. In unmittelbarer Nachbarschaft gelagert, wird er schneller reif, schneller faul und zudem vergilben seine Blätter.