Beschreibung und Vorkommen

Beim Kardamom handelt es sich um getrocknete, gelbgrüne bis graubraune Fruchtkapseln, die 15 bis 20 Samen enthalten. Er stammt von der Kardamompflanze, Elettaria cardamomum, ab, die in Vorderindien, Sri Lanka und Guatemala kultiviert ist. Die Samen dieser mehrjährigen, krautigen Pflanze wurden bereits im 16. Jahrhundert in den europäischen Kräuterbüchern als Heilmittel gegen verschiedenste Beschwerden erwähnt. Der Kardamom wird kurz vor der Reife gesammelt. Beim Kardamom in der Schale gemahlen handelt es sich um die Fruchtkapsel, Kardamomsaat hingegen, sind die vom gesamten Fruchtwasser befreiten Samen.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

Den charakteristischen Geschmack und Geruch verleiht dem Kardamom das enthaltene ätherische Öl (3-8%), das leicht würzig riecht und nachhaltig bitter-scharf, aromatisch schmeckt. Zudem enthält Kardamom 20-45% Stärke und fettes Öl. In der Küche wird Kardamomöl zum Würzen von Speisen, Backwerk, vor allem Weihnachtsgebäck, wie Lebkuchen und Gewürzplätzchen und von Likören verwendet. Als Gewürz kennt man ihn vor allem in Glühwein und als festen Bestandteil des Currys. In der Kosmetik wird Kardamom in Parfum verwendet und auch im medizinischen Bereich spielen die Kardamomsamen eine Rolle. Kardamom besitzt beruhigende, entzündungshemmende, krampflösende, sowie schmerzlindernde, als auch antibakterielle Eigenschaften. Er fördert die Verdauung, stärkt den Magen und hilft bei Erkältungsbeschwerden. Darüber hinaus wird ihm auch eine stimmungsaufhellende Wirkung nachgesagt.

Allgemeine Hinweise

In der arabischen Welt mischen die Männer Kardamom gerne ihrem Kaffee oder Tee bei, da er dort auch als aphrodisisches „Liebesmittel“ angesehen ist. Hobbyköche sollten bei seiner Verwendung darauf achten, ihn nicht zu hoch zu dosieren. Zudem ist wissenswert: Wer das Gewürz bei Fleischgerichten oder Curries nutzen möchte, sollte es von Beginn an mitkochen. Sein scharfes Aroma entwickelt sich nämlich am besten, wenn er in der Pfanne gebraten oder im Topf erhitzt wird.