Geschichte und Vorkommen

Schokolade ist allgegenwärtig, fast jeder mag sie. Zweifellos wäre die Welt ohne Kakao ein ganzes Stück ärmer. Seinen Ursprung hat der immergrüne Kakaobaum in Südamerika. Später breitete er sich in Mittelamerika aus, wo er schon vor rund 3000 Jahren von den Azteken als Geschenk des Gottes Quetzalcoatl verehrt wurde. Seine Samen waren sowohl Zahlungsmittel als auch Grundstoff eines herben Gewürztranks, den sie „Chocoatl“ nannten. Obwohl schon die spanischen Eroberer das „braune Gold“ nach Europa brachten, entwickelte sich die Schokoladenindustrie erst im 19. Jh., als Conrad van Houten die Entfettung des Kakaopulvers gelang. Bei der Ernte enthält eine Kakaofrucht bis zu 50 Bohnen, die ihr typisches Aroma erst nach aufwendiger Behandlung und Fermentation annehmen. Die Früchte sind 15-20 cm lange Trockenbeeren, die sich je nach Sorte bei der Reife von Grün über Gelb bis Rot verfärben. Kakao ist sehr gesund – und macht sogar schön. Neben ihrem hohen Fettanteil enthalten Kakaobohnen geschätzte 300 Inhaltsstoffe, von denen einige äußerst gesundheitsfördernd sind. Unter anderem verzögern sie nachweislich den Alterungsprozess der Haut.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

Wo liegt nun das Geheimnis, dass diese Bohne und ihr daraus gewonnenes Kakaopulver und die Kakaobutter so gesundheitsfördernd macht? Zum einen bietet sie eine hervorragende Versorgung mit Mineralstoffen und pflanzlichem Magnesium. Da Magnesium hilft Muskeln zu entspannen und Krämpfe zu lösen, könnte das erklären, warum Schokolade so beliebt bei Frauen während ihrer Periode ist. Ebenfalls sind nützliche Mengen von Eisen und Calcium enthalten. Die spezielle Zusammensetzung der Kakaobutter aus unterschiedlichen Fettsäuren wie z.B. Ölsäure und Linolsäure ist der Grund für das sensorische Erlebnis von Schokoladengenuss. Bei Zimmertemperatur ist sie hart und fest und erst im Mund beginnt sie langsam zu schmelzen. Da es sich hier um Fette handelt, sprechen wir generell von einer exzellenten Energiequelle. Ein geringer Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren bedeutet eine hohe Stabilität und birgt ein geringes Gesundheitsrisiko durch Oxidation im Körper.
Neue Studien zeigen, dass sich bestimmte Stoffe wie z.B. die Flavonide förderlich auf die Gesundheit auswirken. Unter anderem hemmen sie die Bildung von Ablagerungen in Blutgefäßen und senken angeblich den Blutdruck.
Weitere wirkungsvolle Inhaltsstoffe sind das Serotonin und das Dopamin. Beide können eine stimmungsaufhellende Wirkung haben und für eine Steigerung des Wohlbefindens sorgen.
Stoffe wie das Theobromin und Thephyllin stimulieren wiederum den Kreislauf und das zentrale Nervensystem.
Kakao findet bei uns Verwendung in Kakaopulver, diversen Schokoladenerzeugnissen und Kakaobutter.
Nun ist die Kakaobohne nicht nur für Naschkatzen ein Gewinn. Der Rohkakao ist eines der Nahrungsmittel mit den meisten Antioxidantien weltweit. Antioxidantien wirken als Radikalfänger und dämmen somit im Körper schädliche Formen Sauerstoff enthaltender Stoffe, deren übermäßiges Vorkommen zu oxidativem Stress führen kann. Dieser Stress wiederum wird mit der Hautalterung und der Entstehung einer Reihe von Krankheiten in Verbindung gebracht.
In einer Studie der Universitäten Düsseldorf und Witten Herdecke konnte nachgewiesen werden, dass Kakao der Haut auch von innen gut tut. Vor allem die Inhaltsstoffe Kakaoflavanolen, allen voran Epicatechin und Catechin, sind der Studie nach dafür verantwortlich, dass es nach einem regelmäßigen Kakaogenuss zu einer Verbesserung der Hautfunktion kommt. So wurde vor allem die Elastizität der Haut deutlich verbessert, der natürliche UV-Schutz verstärkt und zudem die Wundheilung unterstützt. Schon ein täglicher Verzehr von 4 Gamm echtem Kakaopulver/ Rohkakao soll die Faltenbildung verringern.

Allgemeine Hinweise

Trotz allem gilt bei Kakao und Schokolade eine ganz wichtige Regel: alles in Maßen und auf die Qualität achten. Je höher der Kakaoanteil desto besser.