Beschreibung, Geschichte und Vorkommen

Die Inca Inchi, auch unter dem Namen Sacha Inchi (ausgesprochen: Satscha Inschi) oder als Inka-Nuss bekannt, gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse und ist vor allem im Amazonasgebiet heimisch. An den Ranken dieser Kletterpflanze wachsen taubeneigroße sechszackige Früchte, die ihrem Aussehen nach dem Sternanis ähneln. In den Kammern der Frucht findet sich jeweils ein Samen – und der hat es in sich. Keramiken von Pre-Inka-Kulturen, in denen Inca Inchi Samen gefunden wurden, deuten darauf hin, dass die indigene Bevölkerung bereits seit einigen Jahrhunderten die Samen der Inca Inchi Pflanzen zu heilsamen Zwecken – aber auch zur Hautpflege und Behandlung von Hautausschlägen – nutzten. Heute wird Inca Inchi nicht mehr nur in Südamerika und auf einigen Inseln der Antillen, sondern auch in Süd-Ost-Asien, vor allem in Thailand, angebaut. Aus den Samen kann ein sehr wertvolles Öl, das Inca Inchi-Öl, gewonnen werden.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

In der Naturapotheke der Anden setzen Heilkundige der indigenen Stämme in den peruanischen Anden Inca Inchi-Öl bereits seit Jahrhunderten ein – innerlich vor allem zur Stärkung. Sie vermischen es aber auch mit Mehl und setzen es dann als äußerlichen Umschlag bei Muskelkater und rheumatischen Beschwerden ein und nutzen es zur Hautpflege. Inca Inchi gehört zu den so genannten Super-Foods. Denn die Superfrucht hat es in sich: Vor allem ihre außergewöhnliche Kombination an Fettsäuren birgt zahlreiche gesundheitliche Vorteile: Ihr werden zellaktivierende, zellregenerierende, antioxidative, entzündungshemmende und immunstärkende Potentiale nachgesagt. Ernährungswissenschaftler an der amerikanischen Cornell Universität untersuchten die Inka-Nuss im Rahmen eines Forschungsprogrammes über die Fett- und Eiweißgehalte von Pflanzen genauer. Dabei stellten sie fest, dass Inca Inchi Samen bis zu 60 Prozent aus Öl und 27 Prozent aus Proteinen bestehen. Das Öl hat mit 48 Prozent weltweit den höchsten Anteil an Omega-3-Fettsäuren und dazu eine perfekte Zusammensetzung von Omega-6- und Omega-9-Fettsäuren. Insgesamt sind im Öl rund 94 Prozent Omega-Fettsäuren enthalten. Das macht die kleine Amazonasfrucht zu den besten pflanzlichen Omega-Fettsäuren-Lieferanten der Welt. Darüber hinaus zeichnen die Nüsse sich durch einen hohen Anteil an Antioxidantien, vornehmlich Vitamin A und E aus. Zudem verfügt Inca Inchi-Öl über einen besonders hohen Gehalt an Sterinen, die wiederum zu einer Senkung des LDL-Cholesterins im Blut beitragen können. Insgesamt kann ein regelmäßiger Verzehr des Inca Inchi Öls positiv bei Bluthochdruck auswirken, zu einem gesunden Cholesterinspiegel beitragen, bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen helfen und die Leistungsfähigkeit des Gehirns stärken. Auch die Kosmetik schätzt das Inca Inchi Öl als wertvolle Zutat – vor allem in Anti-Aging-Cremes und Produkten für sensible, gereizte Haut.

Besonderheit

Inca Inchi Öl ist äußert schmackhaft, da die Samen sich durch ein feines, nussiges Aroma auszeichnen. Die Nüsse können pur verzehrt, zu Öl und Mehl verarbeitet werden.
Bei der Öl-Herstellung entsteht zudem als Nebenprodukt ein Pulver mit einem Protein-Anteil von bis zu 60 Prozent. Inca Inchi Pulver gilt als guter pflanzlicher Lieferant von Proteinen und essentiellen Aminosäuren – für Zellwachstum und Muskelaufbau

Allgemeine Hinweisezu Inca Inchi

Das Öl sollte nicht erwärmt werden, weil sonst viele der wertvollen Inhaltsstoffe verloren gehen