Beschreibung, Geschichte und Vorkommen

Bei dieser Zitrusfrucht handelt es sich vermutlich um eine Kreuzung aus Pampelmuse und Orange. Die Herkunft der Grapefruit (Citrus paradisi) ist bisher nie ganz aufgeklärt worden. Im 18. Jahrhundert tauchten erste Berichte über Grapefruits aus Barbados und Jamaika auf. Zu Beginn des nächsten Jahrhunderts gelangte die Grapefruit nach Florida in die USA. Den Namen erhielt sie dort wahrscheinlich wegen der traubenartigen Anordnung ihrer Früchte (engl. grape = Traube). In Europa kamen die ersten Grapefruits in den 50er Jahren auf den Markt. Grapefruits sind zwischen 7 und 15 cm groß und wachsen an Bäumen. Die Färbung sowohl von der Schale als auch vom Fruchtfleisch variiert von gelb-orange bis orange-rot. Es schmeckt süß-säuerlich bis leicht bitter und ist sehr saftig. Im Volksmund werden Grapefruits oft mit Pampelmusen gleichgesetzt, was nicht stimmt. Pampelmusen sind größer, haben eine viel dickere Schale und ihr hellgelbes Fruchtfleisch ist weniger süß. Florida, wo der kommerzielle Anbau von Grapefruits 1880 begann, ist auch heute noch eines der wichtigsten Anbaugebiete. In den USA kommt noch Texas dazu, weitere Erzeugerländer sind Israel und Zypern.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

Grapefruits enthalten Vitamin C, B1 sowie Betakarotin und die Mineralstoffe Magnesium und Kalium. Ihr Anteil an Ballaststoffen, unter anderem auch Pektin, ist hoch. Das Polyphenol Naringin und das Terpen Limonoid sind für den leicht bitteren Geschmack der Grapefruit verantwortlich. Wer regelmäßig Grapefruits isst, fördert den Abbau alter roter Blutzellen und stärkt den Schutz vor Herzkrankheiten. Auch auf den Stoffwechsel, vor allem in Bezug auf Zucker, wirken sich die Zitrusfrüchte positiv aus, sie können sogar eine Diät unterstützen. In einer amerikanischen Studie fanden Forscher heraus, dass Übergewichtige besser abnahmen, wenn sie vor jeder Mahlzeit von den bitter-sauren Früchten aßen oder ihren Saft tranken. Es fiel auch auf, dass die Insulinwerte nach den Mahlzeiten niedriger ausfielen als sonst. Ponische Forscher stellten zudem fest, dass Grapefruits vermutlich die Heilung von Magengeschwüren verbessern. Auf nüchternen Magen gegessen regen die Früchte die Verdauung an.

Allgemeine Hinweise

Grapefruits werden meist roh verzehrt. Die Frucht sollte dafür am besten quer halbiert und die Kerne entfernt werden. Mit einem speziellen Grapefruitmesser oder einem Löffel, der vorn an der Spitze eine kleine Säge hat, lässt sich das Fruchtfleisch aus den Segmenthäuten trennen. Bei Zimmertemperatur lassen sich Grapefruits bis zu zwei Wochen aufbewahren. Obwohl sie nicht im eigentlichen Sinne nachreifen, schmecken sie nach einigen Wochen Lagerzeit deutlich besser. Im Gemüsefach des Kühlschranks halten sie sich vier bis fünf Wochen.