Beschreibung, Geschichte und Vorkommen

Glucosaminsulfat ist die Verbindung von Glucosamin mit dem Salz der Schwefelsäure. Dieses Glucosamin, ein so genannter Aminozucker, ist sehr wichtig für die Herstellung von Knorpeln in unseren Gelenken, von Sehnen, Bänder und dem Bindegewebe. Ein gesunder Organismus bildet den Grundstoff Glucosamin selbst. Ist er aber dazu nicht in der Lage, kann Glucosaminsulfat als Nahrungsergänzungsmittel in die Lücke springen. Glucosamin für Nahrungsergänzungsmittel wird heute aus Schalentieren und Haifischknorpel gewonnen – so waren es auch Hummerschalen, aus denen die Isolierung des Stoffes 1876 zum ersten Mal gelang. Zwar kommt es auch in den Chitinhüllen von Insekten und in den Knochen von Rindern vor, doch wegen des BSE-Risikos verzichten die Hersteller von Glucosaminpräparaten auf diese ergiebige Quelle.

Wirkung und Anwendung

Nahrungsergänzungsmittel mit Glucosamin kommen vor allem bei Gelenkerkrankungen mit rheumatischen Erscheinungen und Entzündungen der Harnblase zum Einsatz. Es gibt zwei Aufbereitungsformen, in denen Glucosamin dem Körper zugeführt werden kann: als Glucosaminsulfat und als Glucosamin-Hydrochlorid (HCl). Die meisten wissenschaftlichen Untersuchungen basieren jedoch auf dem Sulfat, wobei dass Glucosaminsulfat eine nützliche Wirkung auf Gelenke und Gelenkfunktionen hat und das Fortschreiten einer Arthrose hemmen kann. Mittlerweile geht die Wissenschaft jedoch davon aus, dass die wohl wirksamste „Anwendung“ die Kombination von Glucosaminsulfat, Chondroitinsulfat und MSM (=MethylSulfonMetacrulat) ist.

Allgemeine Hinweise

Nennenswerte Nebenwirkungen treten bei der Einnahme von Glucosaminpräparaten nicht auf. Personen mit einer Schalentierallergie sollten sie jedoch nicht verwenden, ebenso wenig wie schwangere und stillende Frauen. Wichtig für Diabetiker ist bei einer Einnahme die Beobachtung ihres Blutzuckerspiegels.