Geschichte und Vorkommen

Gerstengras ist der grüne Anteil der Gerste (Hordeum vulgare), die zu den ältesten kultivierten Getreidearten gehört. Für die Zubereitung von Brei und später Brot nutzen die Menschen zum einen die Ähren der Gerste. Aus Überlieferungen ist aber auch bekannt, dass Kelten, Mayas und Sumerer dem Verzehr von Gräsern, vor allem des Edelgrases Gerste, heilende Wirkungen zuschrieben. König Nebukadnezar (605-562 v. Chr.) soll sich in den sieben Jahren während seiner Verbannung sogar ausschließlich von Gräsern ernährt haben. Auf der Suche nach dem idealen Lebensmittel für den Menschen wurde Gerstengras in Japan im 20. Jahrhundert wieder entdeckt. Der Apotheker Yoshihide Hagiwara analysierte dafür 250 Pflanzen und entwickelte letztendlich „Green Magma“, ein Nahrungsergänzungsmittel aus Gerstengraspulver. Sein Produkt findet man mittlerweile in allen Reformhäusern. Die Gerste, die dazu weiterverarbeitet wird, wächst auf naturbelassenen, nährstoffreichen Böden in Spanien, den USA oder Australien.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

Bis auf Vitamin D enthält Gerstengras alle Vitamine, außerdem Natrium, Kalium, Calcium, Eisen, Magnesium, Kupfer, Zink und Selen. Der Anteil an essenziellen Fettsäuren, also solchen, die der Körper zwar benötigt, aber nicht selbst herstellen kann, ist hoch. Weitere Bestandteile des Supergrases sind Proteine, Aminosäuren, Enzyme, Bitterstoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Mit all seinen Vitalstoffen und Enzymen versetzt Gerstengras den Körper in die Lage, sich allein zu helfen, denn es aktiviert seine Selbstheilungskräfte. Es kann ernährungs- und umweltbedingte Nährstoffdefizite ausgleichen. Von den im Gerstengras nachgewiesenen Hunderten von Enzymen sticht das zellschützende Superoxid-Dismutase hervor. Als Antioxidans bremst es die schädliche Wirkung freier Radikale und schützt unsere Zellen vor vorzeitiger Alterung und sogar vor Krebs. Gerstengras kann auch dabei helfen, den Cholesterinspiegel zu regulieren. Die mit der Nahrung aufgenommenen Säuren werden durch Gras besser verstoffwechselt und neutralisiert. Damit reduzieren sich der Calciumabbau in den Gefäßen und die damit verbundene Ausschüttung von Cholesterin.

Allgemeine Hinweise

Der ideale Zeitpunkt für die Ernte ist gekommen, sobald das Gerstengras 15-25 cm hoch ist. Dann beinhaltet es die wichtigsten Vitamine, Mineralstoffe und Proteine, die für die menschliche Ernährung notwendig sind. Gleich an Ort und Stelle werden die Blätter ausgepresst und schließlich der gewonnene Saft bei maximal 38 °C schonend zu einem grünen Pulver getrocknet. So bleibt die biologische Aktivität aller Vitalstoffe optimal erhalten. Zum Trinken rührt man das Pulver in Wasser an.