Geschichte und Vorkommen

Die Erdmandel (Cyperus esculenta) wird auch Grasnuss, Tigernuss oder Kaffeewurzel genannt und zählt zu den Nüssen. Ferner sind die Erdmandeln auch als „Chufas“ bekannt, ihrem spanischen Namen. Es handelt sich dabei um die Knollenfrucht des Zypernmandelgrases, das seinen Ursprung in Afrika hat. Die Zypernmandelgrasstaude treibt ähnlich wie die Kartoffel unterirdische Ausläufer und bildet mandelgroße Knöllchen aus, die mit kleinen, schuppenförmigen Blättern behaftet sind. Eben diese eiförmige Knollenfrucht wird als Erdmandel bezeichnet. Heute ist sie hauptsächlich in Afrika, Indien, Madagaskar, sowie in Nord- und Südamerika kultiviert. Sie hat einen kastanienbraunen Kern und besitzt ein weißlich bis gelbes Fruchtfleisch.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

In der Erdmandel befinden sich wertvolle Mineralstoffe. Sie ist reich an Magnesium, Calcium, Kalium und Vitamin E und beinhaltet Fett mit einem hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren. Zudem enthält sie einige Enzyme, Phytohormone, Biotin (Vitamin H) und das zu den Flavonoiden zählende Rutin. Generell gilt sie als eiweiß-, stärke- und ölreich. Da die Nuss sehr ballaststoffreich ist, beschleunigt sie die Darmpassage des Nahrungsbreies. Ihre Hauptwirkung hat sie im Dickdarm, wo sie durch Vermittlung der physiologischen Darmbakterien zu einem nützlichen Werkzeug für die Schleimhautpflege wird. Gleichzeitig schützt sie so vor dem Auftreten von Darmproblemen.
Erdmandeln dienen dem Frischverzehr, wobei der Knollenverzehr sowohl roh, gekocht, als auch gebraten möglich ist. Man kann sie gekocht oder geröstet zu Gemüse genießen oder auch als Eiszutat verwenden. Als Erdmandelflocken werden sie als Zugabe in Müsli, Joghurt oder Obstsalat genossen und zum Einrühren in Säfte oder als Nussersatz genutzt. Die Verarbeitung zu Öl bringt ein Tafelöl hervor, das nicht so schnell ranzig wird. Zudem kann es zur Mehlherstellung und als Kaffeeersatz genutzt werden. In Spanien ist die Verarbeitung zu Erdmandelmilch, auch Horchata genannt, weit verbreitet. Dabei werden die gequollenen und zerstampften Knollen durch Kochen weiter eingedickt, sodass ein süßschmeckendes, pflanzliches Ersatzmilchpräparat entsteht

Allgemeine Hinweise

Ein weiterer Vorteil der Erdmandel besteht darin, dass sie glutenfrei ist. Sie besitzt ein süßliches, mandel- bis nussähnliches Aroma und kann für Allergiker eine geeignete Alternative darstellen. Es wird jedoch davon abgeraten, das Zypernmandelgras im Garten anzubauen, da es sehr stark wuchert.