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Erdbeeren

Warum heisst die Erdbeere eigentlich Erdbeere? Ihren deutschen Namen bekam die Pflanze, weil sie Früchte in der Nähe des Bodens trägt.

Interessant ist, dass es sich botanisch gesehen bei der Erdbeere nicht um eine Beere, sondern um eine Scheinfrucht handelt, denn sie ist „nur“ der verdickte Blütenboden der Pflanze, auf dem sich die gelben Samenkernchen befinden.⁣

Es gibt frühe und mittlere und späte Sorten, wobei das Aroma der letzten Sorten oft am besten ist. Eigentlich pflanzt man Erdbeeren im Herbst. Wer den Zeitpunkt versäumt hat oder gerade einen neuen Garten anlegt, kann die heimische Erdbeere dennoch bereits im Frühling pflanzen.

Verschiedene Erdbeersorten waren schon in der Antike bekannt, im Mittelalter gab es dann große Flächen, auf denen die kleine Walderdbeere (Fragaria vesca) kultiviert wurde. Dabei ist die Erdbeere, wie wir sie heute kennen, erst im 18. Jahrhundert in Frankreich aus einer eher zufälligen Kreuzung entstanden. Die kleine amerikanische Scharlach-Erdbeere und die weit größere Chile-Erdbeere, beide aus der Neuen Welt, standen Pate für das rote Früchtchen. Aus ihnen entstand die große Gartenerdbeere (Fragaria ananassa), von der heute mindestens 1000 verschiedene Sorten existieren.

Erdbeeren sind reicher an Vitamin C als Orangen, enthalten aber auch Provitamin A, sowie die Vitamine der B-Gruppe B1 und B2. Weitere Inhaltsstoffe sind Natrium, Kalium, Calcium und Phosphor, sowie viel Eisen und Folsäure – von alters her werden sie daher gegen Blutarmut eingesetzt. Der hohe Calciumgehalt schützt die Knochen vor Osteoporose, Kalium und Magnesium schützen das Herz. Die in Erdbeeren enthaltenen Phenolsäuren wirken krebsvorbeugend. Zudem enthalten Erdbeeren Salizylsäure, eine Substanz, die hochkonzentriert in Schmerzmitteln die Beschwerden bei Kopfschmerzen, Gicht oder Rheuma lindert.

Zwar sind Erdbeeren mittlerweile fast das ganze Jahr über erhältlich, jedoch sind nicht alle gleich aromatisch. Vor allem Früchte mit langen Lieferwegen aus Spanien oder noch weiter schmecken lange nicht so gut wie Erdbeeren aus der heimischen Produktion. Die beginnt etwa Ende Mai und dauert 2-3 Monate. Da Erdbeeren sehr schnell nachreifen und leicht verderblich sind, sollten sie so rasch wie möglich verbraucht werden. Im Kühlschrank halten sie sich allerhöchstens zwei Tage.

Freuen wir uns doch schon einmal gemeinsam auf die nächtse Erdbeersaison und stimmen uns so langsam darauf ein!