Beschreibung und Vorkommen

Eiweiß- oder Proteinhydrolysate sind flüssige, pastenförmige oder trockene Eiweißerzeugnisse. Sie werden durch den Abbau von so genannten Eiweißträgern hergestellt, z.B. Molke, Eiern, Kartoffeln, Getreide und Hülsenfrüchten (etwa Sojasauce aus der Sojabohne). Ein sehr bekanntes Eiweißhydrolysat ist die Speisewürze der Firma Maggi. Ihr Namensgeber Julius Maggi erfand sie 1886 in der Schweiz als preiswerten Ersatz für Fleischextrakt. Auf die Idee kam er durch einen Japanaufenthalt, wo Maggi die ähnlich würzige Sojasauce kennen gelernt hatte. Hergestellt wird die heimische Würzsauce mit dem Eiweiß aus Weizenkleber und Sojaschrot. Es wird durch Kochen in Salzsäure Julius Maggi gelöst und verändert, danach mit Natronlauge neutralisiert.

Wirkung und Anwendung

Eiweißhydrolysate sind so genannte vorverdaute Eiweiße, die dem Körper besonders schnell zur Verfügung stehen. Sie eignen sich als ergänzende Proteinquelle, deshalb sind sie ein wichtiger Bestandteil in Eiweißprodukten für Sportler und sind teilweise auch in Babynahrung enthalten. In der Kosmetik werden Eiweißhydrolysate äußerlich eingesetzt. Sie werden aus Lupineneiweiß gewonnen und gelten gemeinhin als eine wirksame Substanz gegen Falten.

Allgemeine Hinweise

Die Maggi-Würze in den traditionellen braunen Fläschchen gilt fast als Synonym für alle derartigen Würzsaucen. Ihr Geschmack erinnert an Liebstöckel, das aus diesem Grund auch Maggi-Kraut genannt wird. Enthalten ist das Küchenkraut jedoch nicht. Im Allgemeinen wird die braune Flüssigkeit zum Würzen von Suppen und anderen Speisen verwendet. Obwohl 100 Gramm Maggi immerhin 11 Gramm Eiweiß enthalten, eignet sie sich zur Versorgung mit Eiweiß nicht wirklich.