Beschreibung, Geschichte und Vorkommen

In der Chemie als unedles Metall beschrieben ist Eisen ein sehr wichtiges Spurenelement für den menschlichen Körper. Als Bestandteil des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) hilft es mit, den Sauerstoff im Blut und in den Muskeln zu transportieren. Immerhin sind etwa 5 g Eisen im Organismus eines Erwachsenen enthalten, gespeichert vor allem in Leber, Milz, Darmschleimhaut und Knochenmark. Zur Entstehung des Namens Eisen gibt es nur Vermutungen. So könnte er auf das indogermanische Wort „eison“ für glänzend zurückzuführen sein. Große Verwendung als Werkstoff fand das Metall bereits vor mehr als 2500 Jahren, weshalb ein ganzes vorgeschichtliches Zeitalter nach ihm benannt wurde: die Eisenzeit. Sie begann etwa 800 Jahre v. Chr. und dauerte bis in die neue Zeit hinein. Schon im alten Ägypten war aber auch bekannt, dass Eisen für den Menschen wichtig ist und dass es zu Mangelsymptomen kommen kann. Auch Paracelsus (1493-1541) war sich der Bedeutung des Eisens für die Gesundheit bewusst und setzte Eisen therapeutisch ein. Aber erst 1936 wurde sein Vorkommen im Hämoglobin entdeckt. Das Spurenelement wird über die Nahrung aufgenommen. Gute Eisenlieferanten sind neben Fleisch und Innereien Hülsenfrüchte, Getreide, grünes Blattgemüse und Nüsse. Unser Körper kann das Eisen von tierischen Lebensmitteln jedoch besser verwerten als von pflanzlichen. Deshalb kann sich eine ausreichende Eisenaufnahme für Vegetarier und Veganer als schwierig gestalten.

Wirkung und Anwendung

Bestimmte in Lebensmitteln enthaltene Substanzen können die Eisenaufnahme mindern oder gar verhindern. Dazu gehört etwa die im Spinat und Rhabarber vorkommende Oxalsäure. Vitamin C dagegen ist sehr förderlich für die Eisenaufnahme. So hilft zum Beispiel Orangensaft zur Mahlzeit getrunken oder eine Salatsauce mit frischem Zitronensaft das Eisen aus der Nahrung besser zu verwerten. Männer sollten täglich etwa 10 mg Eisen zu sich nehmen, sie sind z.B. in 110 g Geflügelleber und 200 g getrockneten Erbsen enthalten. Frauen benötigen 50 Prozent mehr. Gründe: Blutverluste durch die Regelblutung oder bei der Geburt, erhöhter Bedarf in der Schwangerschaft und Stillzeit. Einen erhöhten Eisenbedarf haben außerdem Kinder und Jugendliche in der Wachstumsphase sowie Blutspender. Symptome für Eisenmangel sind Blässe, Appetitlosigkeit, schnelles Ermüden und Kopfschmerzen. Auch raue Haut, Risse in den Mundwinkeln und Entzündungen der Mundschleimhaut können darauf hinweisen. Ein Eisenmangel bei kleinen Kindern kann sich auf das Wachstum auswirken.

Allgemeine Hinweise

Bei Verdacht auf einen Mangel schafft eine Blutuntersuchung Klarheit. Ausgeglichen werden kann ein Eisendefizit durch eine gezielte Ernährung und zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel wie Eisentabletten. Schwangeren werden solche Eisenpräparate häufig verschrieben. Weil ein Zuviel an Eisen aber manchen Menschen auch schaden kann, sollte man sie nur auf ärztlichen Rat einnehmen.