Geschichte und Vorkommen

Nur selten kommt das Schwermetall Chrom in der Natur allein vor. Viel eher ist es in der Verbindung mit Eisen oder anderen Mineralien zu finden. Entdeckt wurde das Schwermetall Ende des 18. Jahrhunderts, als der französische Chemiker Vauquelin es aus Rotbleierz gewann. Auch in Edelsteinen wie dem roten Rubin und dem grünen Smaragd wies der Wissenschaftler Spuren davon nach. Den Namen Chrom, der sich von dem griechischen Wort „chromos“ (= Farbe) ableitet, erhielt das Metall wegen der Farbvielfalt seiner Salze. Chromverbindungen fanden daher früher vor allem als Farbpigmente Verwendung. Ein Beispiel ist das aus Rotbleierz hergestellte Chromgelb, das als „Postgelb“ zur Modefarbe wurde. Heutzutage finden Chrom und seine Verbindungen in erster Linie Einsatz zur Herstellung korrosions- und hitzbeständiger Legierungen. Wichtige Förderländer von Chromerz sind Südafrika, die Türkei und Indien.

Wirkung und Anwendung

Die Hauptaufgabe von Chrom im menschlichen Körper ist es, den Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht zu halten. Erst mit seiner Hilfe kann das Hormon Insulin seine Wirkung voll entfalten und die Zellen zur Aufnahme von Glukose anregen. Ein Mangel an Chrom hat in Tierversuchen aber nicht nur zu Diabetes, sondern auch zu Arterieverkalkung und Wachstumsstörungen geführt. Denn Chrom ist wichtig für den gesamten Stoffwechsel, für einen ausgeglichenen Cholesterinspiegel, die Herstellung von körpereigenem Eiweiß und den Muskelaufbau. Bei Diäten kann es den Abbau von Fettreserven fördern.

Anwendung

Für den Menschen ist Chrom ein lebensnotwendiges Spurenelement, das er im Allgemeinen in ausreichenden Mengen mit der Nahrung und dem Trinkwasser aufnimmt. Ausgezeichnete Chromquellen sind Fleisch, Leber, Bierhefe, Eier, Käse und Vollkornprodukte. Chrom wird auch als Nahrungsergänzung in Kapseln oder Tabletten angeboten.