Geschichte und Vorkommen

Als Heimat des Apfels (Malus domestica) wird Kleinasien angesehen. In vielen Kulturen spielt der Apfel eine wichtige Rolle. Ob in der Bibel bei Adam und Eva, im Märchen bei Schneewittchen, in Kunst und Mythologie, er ist mehr als nur irgendeine Frucht, und das in vielen Ländern der Erde. Zudem gilt der Apfel seit frühester Zeit als lebensverlängerndes Heilmittel. Nicht von ungefähr kommt das Sprichwort: „An apple a day keeps the doctor away“. Heute gibt es Apfelplantagen in allen gemäßigten Klimazonen der Erde, allerdings nicht mehr mit jeder der bis zu 20.000 Apfelsorten, die im Laufe der Apfelgeschichte gezüchtet wurden. In Deutschland ist er absolutes Lieblingsobst. Nicht nur, dass er 60 Prozent unserer Obsternte einnimmt, mit 17 Kilo pro Kopf und Jahr liegt er zudem eindeutig vor seinen Konkurrenten Banane und Birne.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

Äpfel enthalten Vitamin C und B-Vitamine, wobei besonders der Vitamin C-Gehalt je nach Sorte schwankt. In der Regel schneiden alte Apfelsorten wesentlich besser ab als neuere Züchtungen. Beispielsweise kann der um 1880 im Rheinland gezüchtete Berlepsch mit dreimal soviel Vitamin C auf 100 g protzen wie ein Elstar, den es erst seit 1972 gibt. Bei allen Sorten gleich: 70 Prozent der Vitamine sitzen in der Schale, deshalb sollte sie immer mitgegessen werden.
An Mineralstoffen bieten Äpfel viel Calcium, Kalium, Phosphor und Natrium, an Spurenelementen Zink, Kupfer und Mangan. Neben sekundären Pflanzenstoffen, die den Apfel gegen Einflüsse von außen schützen und ihm Farbe und Aroma geben, sind seine Ballaststoffe Pektin und Zellulose wichtig. Während des Verdauungsvorgangs quellen sie auf, verstärken das Sättigungsgefühl und sind in der Lage, Gallensäuren und krebserregende Stoffe zu binden und auszuscheiden. Pektin soll zudem den Cholesterinspiegel senken.

Allgemeines

Das ganze Jahr über sind Äpfel im Handel, entweder aus eigenem Anbau oder als Importobst. Wer die gesunde Schale mitessen will, sollte jedoch zu Bioware greifen. Diese Äpfel werden weder gewachst noch mit Pestiziden behandelt. Übrigens ist nicht die Farbe eines Apfels für seine Qualität entscheidend, sondern sein Duft. Er sollte der jeweiligen Sorte entsprechend aromatisch und frisch sein. Äpfel sind sehr empfindliche Früchte, die nicht gedrückt werden sollten. Da sich beim Schälen und Zerschneiden viele Apfelsorten verfärben, hilft es, die Schnittstelle mit Zitronensaft zu beträufeln oder die Apfelstücke kurz in Wasser mit Zitronensaft zu legen. In einem Obstsalat verhindert auch die Säure von anderen Früchten wie Ananas das Dunkelwerden.