Arten, Extrakt, Synonyme

Luzerne

Geschichte und Vorkommen

Die Medicago sativa, besser bekannt unter dem Namen Luzerne, gehört zur Familie der Fabaceae und ist ein Kraut, das zwischen 45 bis 100 cm hoch wächst. In Amerika wird die Luzerne auch Alfalfa genannt und so kam der Name für die Keimlinge der Luzerne auch zu uns nach Europa. Der Name „Alfalfa“ bedeutet „Vater aller Nahrung“, was der Realität ziemlich nahe kommt. Ursprünglich beheimatet ist die Grün- und Trockenfutterpflanze im vorderen Orient. Sie wurde von den Arabern über Nordafrika nach Spanien gebracht und gelangte schließlich im 18. Jahrhundert über die Schweiz nach Mitteleuropa. Heutzutage wird sie weltweit angebaut und benötigt ein warmes Klima und basenreiche Böden. Ihre kleeähnlichen Schmetterlingsblüten sind gelb bis violett-blau, die Stängel und Äste wachsen aufrecht. Als Gemüse ist die Pflanze heute vor allem in asiatischen Ländern kultiviert.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

Obwohl der Geschmack der Alfalfa eher als unangenehm salzig und bitter gilt, findet sie dennoch vielfältige Anwendungsgebiete. Genutzt werden dabei die Samen, Keimsprossen und Blätter. In der Volksmedizin wird sie häufig als Stärkungsmittel bei Zuckerkrankheiten und Schilddrüsenfehlfunktionen verwendet. Zu ihren Inhaltsstoffen zählen nicht nur die Vitamine A und E, sondern auch zahlreiche Mineralstoffe, wie Kalium, Calcium, Phosphor und Natrium. Zudem enthält sie Chlorophyll, Carotinoide (unter anderem Lutein) und viele Proteine. Sie liefert demnach ein eiweiß- und mineralstoffreiches Futter, das vorwiegend für Viehfutter genutzt wird. Doch auch für den Menschen hat die Pflanze einiges zu bieten. Sie fördert das Wachstum der Haarwurzel, mindert die Bildung von Orangenhaut und wirkt immunstärkend. Außerdem hat Alfalfa eine regulierende Wirkung auf den körpereigenen Wasserhaushalt und ist somit gut für die Haut. Aus diesem Grund ist es auch häufig in Kosmetikprodukten wie Cremes oder Lotionen enthalten. Die Luzernesamen können wie die Gartenkresse nach der Keimung als frischer, vitaminreicher Keimpflanzensalat verzehrt werden und auch die Sprossen eignen sich als Zugabe in Salaten. Getrocknet und gemahlen beinhalten die Blätter der Luzerne einen hohen Gehalt an Mineralstoffen und Vitaminen und werden daher als Nahrungsergänzungsmittel genutzt. Zusätzlich bildet die Luzerne einen natürlichen Aromastoff in der Lebensmittelproduktion. Erhältlich sind Luzernesamen oder –sprossen in Obst- und Gemüseabteilungen und in Reformhäusern.

Allgemeine Hinweise

Die Luzerne trägt auch den Spitznamen „Ewiger Klee“. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sie bei guten Bedingungen bis zu viermal im Jahr geschnitten werden kann und somit praktisch ganzjährig erntefähig ist. Interessant ist auch, dass ihre Blüten nahezu nur von Hummeln bestäubt werden und nicht von Bienen.