Geschichte und Vorkommen

Weil die Heimat der Acerola (Malpighia punicifolia) sowohl Mittel- und Südamerika als auch die Westindischen Inseln sind, wird sie auch Antillen-, Barbados-, Puerto-Rico- und Westindische Kirsche genannt. Ein weiterer Name ist Ahornkirsche. Von der Form her ähnelt sie unserer heimischen Kirsche. Doch obwohl es sich bei beiden um Steinfrucht handelt, sind sie botanisch nicht miteinander verwandt. Die tropische Acerolakirsche gehört zur Familie der Rosengewächse. Bereits 1887 soll sie von Kuba nach Florida gebracht worden sein und ist seitdem auch dort verbreitet.

Knapp 30 Jahre später traten erstmals auf den Philippinen fruchttragende Acerolabäume auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg erwachte in Europa das Interesse an der Pflanze, die heute auch im heimischen Gartenhandel verkauft wird.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

Mit einem Anteil von bis zu 3000 mg pro 100 g Fruchtfleisch ist die Acerolakirsche reicher an Vitamin C als alle anderen Früchte (der genaue Vitamin-C-Gehalt ist abhängig vom Reifegrad). Orangen enthalten im Vergleich dazu nur etwa 50 mg. Neben Vitamin C enthält die Acerola Vitamin B1 und 2, die Mineralstoffe Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium und Eisen sowie Apfelsäure und verschiedene Zucker (Dextrose, Fructose und Saccharose). Diese einmalige Kombination verstärkt nach heutiger Kenntnis die zellschützende Wirkung des Vitamin C in der Acerola. Weitere positive Effekte der Acerola: Stärkung des Immunsystems, der Blutgefäße, des Bindegewebes und des Zahnfleischs, Verbesserung der Wundheilung. Kein Wunder, dass sich die Acerola einen festen Platz in der Kosmetikindustrie als Ausgangsstoff für Anti-Aging- und für Hautreinigungsprodukte erobern konnte. In Brasilien werden die Früchte seit langer Zeit als natürliches Heilmittel bei Durchfall- und Fiebererkrankungen verwendet.

Allgemeine Hinweise

Die orangefarbenen bis dunkelroten Früchte des Acerolabaumes werden bis zu 3 cm groß und können drei- bis viermal pro Jahr geerntet werden. Sie enthalten drei helle Steine, die fest mit dem sauren, gelb-orangefarbenem Fruchtfleisch verwachsen sind. Die dünne, glatt-glänzende Außenhaut und ist sehr empfindlich. Aus diesem Grund werden Acerolas nur als Saft exportiert.